Harte Linsen

Harte Linsen

Nach dem sich die Kontaktlinsen durch ihre Flexibilität und die optischen Vorteile zur Brille erfolgreich vermarkten lies, wurden in geraumen Zeitabständen neue Entwicklungen vorgenommen. Eine der speziellsten Neuerungen war die klinische Belastbarkeit der Linsen und die damit resultierenden Werte: Man unterscheidet Kontaktlinsen im Eigentlichen grob zwischen harten und weichen Linsen, die jeweils Vor- und Nachteile bei der Anwendung, Haltbarkeit und den Gesundheitsrisiken aufweisen können.


Die weichen Kontaktlinsen passen sich dem Auge besser an und haften so direkt an ihrer Position und können weniger leicht verrücken. Dies stärkt das Tragegefühl und bietet besseren Stand bei Berührung mit Stoffen außerhalb der Linse, wie beispielsweise dem Problemfall Wasser. Im Gegenzug kann sie bei falscher Verwendung deutlich mehr Schaden verursachen als die harte Linse. Diese lässt mehr Nährstoffe durch und ist so auch verträglicher für das Auge als die weiche Linse. Demzu ist sie mit guter Pflege mehrere Monate oder sogar Jahre haltbar. Allerdings passt sie sich nicht der Hornhaut an und lässt folglich für bestimmte Augentypen ein lästiges Empfinden beim Tragen spüren, welches bis zum absoluten Nichtvertragen von harten Linsen führen kann.


Die harte Linse nimmt im Vergleich zur weichen Linse an Verkaufszahlen ab. Das liegt einerseits an der starken Entwicklung der weichen Alternative, die ebenfalls stoffdurchlässiger wurde und die Haltbarkeit bis zu mehreren Wochen ausreizen konnte und andererseits ist sicherlich auch die teilweise nicht angenehme Gefühlshaltung beim Tragen ein entscheidender Faktor. Außerdem ist die weiche Linse preislich günstiger als die harte. Dennoch wird von Optikern geraten die harte Linse zu verwenden, falls man das richtige Modell für das eigene Augenpaar gefunden hat.


Dennoch ist die harte Version nicht ausgestorben und wird wegen ihrer Pflegemöglichkeiten, die so effektiv sein können, dass die Haltbarkeit teilweise Jahre übersteigen kann, noch häufig angewendet. Durch spezielle Reinigungsmittel und guter Pflege ist sie somit langfristig günstiger als weiche Linsen. Auch sind die geringen Komplikationen gesundheitlicher Art ein Grund für den weiteren Gebrauch. Zwar ist die harte Linse bei Nacht immer zu entfernen, wird aber im Falle einer guten Lagerung und Pflege zu einer geeigneten Maßnahme.


Erfahrungswerte zeigen aber auch gewisse Risiken auf, beispielsweise dass harte Linsen für einige Menschen nicht verträglich sind, da die sensible Hornhaut auf die unanpassungsfähige Schicht der harten Fläche schlecht reagiert. Es kommt zu Entzündungen oder zu Errötung der Augen und führt leztendlich dazu, dass ein Umstieg auf die weiche Sehhilfe oder gar eine Brille als einzige gesunde Hilfe bereitsteht. Dennoch lassen sich diese Nebenwirkungen durch eine aktive Pflege des Produkts und einem regelmässigen Besuch beim Augenarzt vermeiden. Häufige Tests der Augen, so wie das Entfernen der Linsen für einige Tage bei langer Nutzung helfen dem Auge zur Regenerierung und lassen sich somit gut mit den Linsen ergänzen.


In Zukunft wird die harte Linse wohlmöglich mehr und mehr den Platz für ihren weichen Konkurrenten freilassen müssen, aber wird sicher durch weitere technische Innovationen einem breiten Publikum an Menschen mit Sehproblemen als eine geeignete lang anhaltende Alternative zur Brille auszeichnen können.

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